Hinrundenfazit KOL 2015/16

#1 von Timo , 13.12.2015 12:32

zu wenig Punkte...

Alles neu in Ludwigsdorf. Neue Gegner, neuer Trainer, Abenteuer KOL. Man wollte sich gut verkaufen.
Für den neuen Trainer sicher keine einfache Aufgabe, denn er und sein Co Trainer waren die Einzigen die nicht aufsteigen wollten,
denn er wollte sich die Zeit nehmen um hier etwas aufzubauen. Schließlich spielt er komplett anders als sein Vorgänger, auch was Taktik
und Deckungsarbeit betrifft. Einige hatten da schon große Umstellungsprobleme. Nach einer Aussprache mit der Mannschaft nahm er die
Herausforderung dann doch an, weil die ganze Mannschaft höchst motiviert war.

Dann war noch die Umstellung mit den Trainingsbedingungen. Da war der Trainer aus Reichenbacher Zeiten doch sehr verwöhnt. Eigentlich kann
man mit diesen Bedingungen in der KOL nicht bestehen. So lange es lange hell ist, mag alles funktionieren besonders Dienstag ging alles sein Gang.
Leider musste man berufsbedingt die zweite Trainingseinheit auf Freitag verlegen, damit auch die Auswärtsarbeiter bisschen trainieren konnten.
Das bringt aber weder der Mannschaft noch dem Trainer was, denn oft wurde es nur eine Einheit bei der keiner überfordert werden durfte, damit man
Samstag noch spielen kann. Also bringt das rein gar nichts. Deswegen wird man nach der Zeitumstellung auch am Donnerstag noch auf dem großen
Platz trainieren um mal die Feinheiten abzustimmen. Bedanken möchte ich mich noch einmal bei Ralph Böhm, Siglinde Stefanski und Robert Zingel
vom SV Reichenbach, die es möglich machten, dass wir zweimal den Sportplatz in Reichenbach nutzen durften, weil wir ohne Licht aufgeschmissen
sind hier. Bei früheren Anfragen wurde das von anderen Leuten komplett abgeblockt, warum auch immer....!

Die Vorbereitung lief recht gut. Zodel und Holtendorf wurden zwar klar beherrscht, aber trotzdem nur knappe Ergebnisse. Gegen Zodel vergab man
Chancen ohne Ende und gegen Holtendorf verspielte man fast noch einen 4:0 Vorsprung zehn Minuten vor Schluss. Den kalkulierten Dämpfer gab es
dann in Zittau. Dort hatte man es nur Roy Stübner zu verdanken, dass man nicht zweistellig verlor. Eine stark ersatzgeschwächte Mannschaft war stets
unterlegen und überfordert. Der Trainer sah das nicht so verbissen, weil er wusste dass dafür im Punktspiel gegen Zittau was gehen wird.

Verbissen sah es der Trainer dann aber zu Saisonstart. Verletzte Spieler ohne Ende. Casper und Becker noch aus der Vorsaison, Pigola riss sich im Training
das Kreuzband, Günther und Wünsche wechselten sich ständig mit Zerrungen ab, was bis zur Winterpause anhielt. Einzig Becker erholte sich ab Mitte Oktober
von den genannten wieder. Dann gab es noch eine Hochzeit bei der acht Spieler eingeladen waren und im Urlaub befanden sich auch noch welche, sodass man
erstmals am 4. Spieltag auf eine starke Truppe zurück greifen konnte. Bis dahin halfen die Alten Herren aus. Keich, Baumert und Wotta waren hier echte Stützen.
So hatte man nach drei Spieltagen nur einen Punkt und der war aller Ehren wert, da man den mit dem wirklich letzem Aufgebot in Gebelzig holte und Baumert
den Punkt sicherte.

Wir fangen mal mit dem Positiven der Hinrunde an.
Als einzige Mannschaft die gegen den Abstieg spielt, bekamen wir nicht eine richtige Klatsche. Zwei Tore Unterschied war die höchste Niederlage. Wir schossen nur
einmal kein Tor. Das ist Spitze zusammen mit Neugersdorf ! Wir holten Punkte gegen Zittau, Oppach und Rietschen aus den Top 5 und führten als einzige Mannschaft
der Liga gegen die Überflieger aus Neugersdorf 65 Minuten lang, bevor wir durch einen Elfer auf die Verliererstraße gerieten. Wir spielen wohl den ansehnlichsten
Fußball der Mannschaften die unten drin stehen und haben mit Cudak und Richter Außenstürmer die wohl zur Top 3 der Liga zählen.

Leider überwiegt aber das Negative.
Als einziges Team schafften wir kein Heimsieg. Gegen die letzten Sechs der Tabelle gewann man nur gegen Rauschwalde. Eine katastrophale Chancenverwertung ist
hier der Grund. Wir können eine Führung fast nie lange halten und sind bei Standards extrem anfällig. Spiele wo man höchst motiviert zu sein scheint gelingen gar nicht.
So war man gegen Gelb Weiß komplett überfordert und unterlegen und gegen Friedersdorf erreichte man mit viel Glück einen Punkt.
Dann überlegen sich einige Spieler während des Spiels wohl eine andere Taktik und das ging immer schief. Besonders gegen Weißwasser war das deutlich zu sehen. Nach
dem Halbzeitdonnerwetter und 3:1 Rückstand war dann auch noch der Sieg drin, aber hier vergeigen wir wieder 4 hundertprozentige Chancen und kommen nicht ins Spiel
zurück. Das Team hat keinen Leader und keiner sagt dem anderen was, wenn der Trainer laut wird muss er aufpassen das keiner weint und der wird oft laut.
Vor dem Rauschwaldespiel bekam er einige SMS wie er zu spielen hätte. Das klärte er vor dem Anstoß und sagte wenn sich hier jeder daran hält wird auch der Erfolg da sein.
Ergebnis ist bekannt....
Deswegen sagte er vor Saisonbeginn dass er Zeit brauche und vor allem Bedingungen wo er das trainieren kann, also kann das die Mannschaft praktisch noch gar nicht
begreifen was er von ihr will. Alles braucht seine Zeit.

Zum Schluss noch eine Einschätzung über Abwehr, Mittelfeld und Sturm.
Abwehr: Roy Stübner ist unser Torwart und musste sich mächtig umstellen, denn der Trainer verlangt einen Fußball spielenden Torwart mit weiten präzisen Abschlägen auf
die Außen. Das gelang nicht immer. Auch beim Stellungsspiel muss sich Roy gerade bei Standards sehr verbessern. Dennoch war er in den letzten fünf Spielen stets der beste
Mann und rettete so die Punkte und auch die Abschläge werden immer besser. Hat sich im Verlauf der Saison stark gesteigert !
Der Rest da hinten musste oft umgestellt werden, eigentlich in jedem Spiel. Seifert war immer einer der Besten, dennoch nicht fehlerlos, Schneider ist für mich die Überraschung.
Sowohl als Rechts als auch als Innenverteidiger machte er sehr gute Spiele und haut auch mal dazwischen. Der Etatmäßige Linksverteidiger Günther war oft verletzt und wurde ab
Oktober mehr als gleichwertig von Maruis Becker ersetzt. Der sträubte sich zwar diese Position zu spielen, aber ist eigentlich ein Segen. Nur die Einwürfe sind Schrott.
Apelt, Pofe, Klimpel waren nicht immer anwesend und hatten öfter mal einen Aussetzer dabei. Patrick Apelt nimmt sich wohl immer zu viel vor, denn im Training ist er immer
einer der Besten, aber das wird noch. Raymund Neu wurde oft als Libero eingesetzt und spielte das immer ausgezeichnet, auch ist er der Einzige der hier regelmäßig die Elfer rein
macht.

Mittelfeld: Eigentlich das Sorgenkind, denn gerade hier wird sich meist nicht an die Taktik gehalten und dort ist es am wichtigsten. Björn Nitsche fehlte hier keine Minute und machte
gute und weniger gute Spiele. Er läuft stark die Löcher zu aber im Spielaufbau geht nicht viel, da er oft falsche und zu späte Entscheidungen trifft. Als Kapitän ist er viel zu ruhig und
demzufolge fehlt der Mannschaft dieser Antreiber. Da aber das Potential da ist, wird das irgendwann werden.
Gottschalk spielt daneben. Am Anfang als Außenstürmer Torschütze vom Dienst musste er zurück gezogen werden um mal Sicherheit in der Zentrale zu haben. Er ist immer höchst
motiviert und gibt alles. Manchmal fordert er zu viel den Ball und das bringt Hektik, trotzdem ist er unabkömmlich.
Wünsche war und ist oft verletzt und man kann keine Einschätzung geben. Gastspieler Thomas Witzmann spielte zweimal. Gegen Oppach nur Duchschnitt und gegen Schleife der über-
ragende Mann auf dem Platz. Falls Post Dresden absteigt, kann er ja dann komplett wechseln...

Offensive: Kube, Gottschalk, Richter S., Richter P. und Cudak sind hier die Leute die das richten sollten.
Über Gottschalk haben wir schon gesprochen. Richter Sebastian konnte erst Ende September wegen einer Sperre eingreifen. Sebastian brauchte eine Weile um anzukommen. Dennoch
gab ihm der Trainer immer wieder die Chance und das Vertrauen zahlte er dann gegen Zittau und Rauschwalde eindrucksvoll zurück. Ein absolut genialer Techniker mit einer überragenden
Schusstechnik. Leider spielt er nicht immer auf höchstem Niveau und manchmal sieht es lustlos aus. Mehr Biss bei Balleroberungen wäre wünschenswert. Sein Bruder Philipp spielte kaum,
half aber wenn man ihn brauchte. Für Philipp wird es echt schwer sich in diesem Kader durchzusetzen, aber er weiß das.
Auf niemanden freute sich der Trainer vor der Saison mehr als auf Denis Cudak. Deswegen hat da der Trainer besonders hohe Ansprüche. Denis kann laufen wie Forrest Gump und Fußball
spielen sowieso. Er ist fast nicht zu stellen mit seiner Ballbehandlung. Leider passte er sich wohl die letzten Jahre so sehr dem Kreisliganiveau an, dass die Form nicht mehr so dolle ist.
Auch das Selbstvertrauen litt durch seine Chancenauswertung extrem. Dennoch ist es ein Spieler den man selbst mit einem gebrochenem Bein aufstellen muss, so wichtig ist er.
Bleibt noch Kubi alias René Kube. Ein Spieler der den Trainer schon die ganze Saison mit Kopfschütteln beschäftigt. Im Training nicht so dolle und immer für einen Lacher gut, aber im
Wettkampf ein richtiges Tier. Starke Balleroberungen und super Spiele, wenn da nicht sein größtes Manko wäre. Die Chancenverwertung geht zur Zeit gar nicht. Er lässt unglaubliche Dinger
liegen, hätte Oderwitz, Schleife, Rietschen, Weißwasser gar alleine abschießen müssen. Daran muss er echt arbeiten, denn wie es geht hat er die anderen Jahre bewiesen.

Zusammengefasst eine durchschnittliche Hinrunde, bei der das Ziel von 20 Punkten weit verfehlt wurde. Trotzdem ist man guter Dinge, wenn man die Chancenverwertung verbessert.

Das soll mal eine Einschätzung gewesen sein. Allen schöne Feiertage.


Timo  
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zuletzt bearbeitet 13.12.2015 | Top

   

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